Kurzantwort: Das Vermögen von Stefan Raab wird im November 2026 auf rund 120 Millionen Euro geschätzt. Das VermögenMagazin nennt diese Zahl in einem Beitrag vom 28. Juli 2026, sein persönliches Jahreseinkommen taxiert es auf etwa 5 Millionen Euro. Raab legt seine Finanzen nicht offen, die Summe ist eine Schätzung. Die oft zitierten 90 Millionen Euro von RTL sind ein Produktionsbudget, kein Gehalt.
Wie hoch ist das Vermögen von Stefan Raab?
Die verbreitetste Zahl lautet 120 Millionen Euro. Sie stammt vom VermögenMagazin, das Raab nach eigener Darstellung als Eigentümer eigener Formate sieht und weniger als Moderator. Schon im April 2023 nannte inFranken ein „ungefähres Vermögen von 120 Millionen Euro“ mit Verweis auf dieselbe Quelle. Eine unabhängige, offengelegte Rechnung gibt es nicht. Ein Fixpunkt ist belegt: Raab verkaufte 2018 seine Brainpool-Anteile.
Die großen Summen aus der Presse sind meist keine privaten Einnahmen. Das VermögenMagazin betont ausdrücklich, dass die Zahlen aus den Verträgen mit Sendern das Volumen seiner Firmen betreffen, nicht sein Einkommen. Das gilt für ProSieben ebenso wie für RTL.
Einnahmequellen
Eigene Produktionsfirmen
Raab verdient vor allem als Eigentümer. Er gründete 1998 die Produktionsfirma Raab TV als Tochter von Brainpool und hielt 51 Prozent daran, berichtete Promiflash 2018. An Brainpool selbst hielt er 12,5 Prozent, die er Anfang 2018 an die Banijay Group verkaufte, nach Angaben des VermögenMagazins für rund 9,5 Millionen Euro. Banijay bestätigte damals, den Anteil zu erhöhen und größter Gesellschafter zu werden. Der Preis selbst stammt aus Medienberichten.
2024 gründete er mit Daniel Rosemann die Raab Entertainment. Laut VermögenMagazin hält er 90 Prozent an dem Unternehmen, das Shows für RTL produziert.
Fernsehverträge
Der ProSieben-Vertrag über fünf Jahre brachte der Firma Berichten zufolge rund 185 Millionen Euro ein, abzüglich Produktionskosten und Gehältern. Für Raab persönlich wird eine Größenordnung von etwa 5 Millionen Euro jährlich genannt, was inFranken als „angeblich“ kennzeichnet und die Quellen nicht bestätigen. Beim RTL-Vertrag von 2024 berichtete das Fachmedium DWDL von einem Produktionsbudget von mindestens 90 Millionen Euro über fünf Jahre, TV Movie gab das im September 2024 wieder. Aus diesem Budget werden Kosten und Honorare bezahlt, es ist kein Gewinn.
Musik und Urheberrechte
Raab komponierte und textete seit den 1990er-Jahren Titel, darunter „Hier kommt die Maus“ (1996, Gold) und für den Eurovision Song Contest „Guildo hat euch lieb!“ (1998) sowie „Wadde hadde dudde da?“ (2000, Platz fünf). Als Produzent und Talentsucher formte er ganze Karrieren: Max Mutzke belegte 2004 beim Eurovision Song Contest Platz acht, Lena Meyer-Landrut gewann 2010 den Wettbewerb, Raab produzierte ihr Debütalbum. 2005 startete er den Bundesvision Song Contest. Solche Rechte und Produktionen bringen laufend Tantiemen und Honorare, in welcher Höhe, ist nicht bekannt. Auch hier gilt: Der Verdienst fließt häufig an seine Firmen, bevor er privat ankommt.
Shows, Poker und Sport
Seit 2025 moderiert und produziert er unter anderem „Die Stefan Raab Show“, die Quizshow „Wer weiß wie wann was war?“ gemeinsam mit Barbara Schöneberger (2026, laut Wikipedia mit dem Deutschen Fernsehpreis für die beste Unterhaltungsshow ausgezeichnet), „Raabs Pokernacht mit GGPoker.de“ und die „Jetski Star WM“ (2026). Am 14. September 2024 stand er in Düsseldorf in einem Boxkampf gegen Regina Halmich im Ring, das war seine Rückkehr auf den Bildschirm nach etwa neun Jahren Pause.
Karriere-Meilensteine
- 1990: Gründung eines Jingle- und Werbeproduktionsgeschäfts.
- 1993 bis 1998: Moderator bei VIVA.
- 1999 bis 2015: „TV total“ auf ProSieben.
- 2000: Teilnahme am Eurovision Song Contest, Platz fünf.
- 2005: Start des Bundesvision Song Contest.
- 2010: Lena Meyer-Landrut gewinnt den Eurovision Song Contest, Raab produziert.
- Dezember 2015: Rückzug aus dem Fernsehen mit der letzten Folge „Schlag den Raab“.
- 2018: Verkauf der Brainpool-Anteile an Banijay.
- 2024: Gründung Raab Entertainment, Fünfjahresvertrag mit RTL, Start von „Du gewinnst hier nicht die Million bei Stefan Raab“ am 18. September.
- 2025: Chefsache ESC 2025 als leitender Juror, „Die Stefan Raab Show“.
- 2026: „Wer weiß wie wann was war?“ und Fernsehpreis.
Das Millionen-Missverständnis: Budget ist nicht gleich Einkommen
Fast jede Meldung über Raab nennt eine eindrucksvolle Summe. Schlagzeilen wie „90-Millionen-Deal“ wecken den Eindruck, Raab streiche den Betrag ein. Tatsächlich bezahlt die Produktionsfirma davon Sendungen, Teams, Studios und Rechte. Für den Vermögensvergleich ist deshalb nicht das Vertragsvolumen entscheidend, sondern die Frage, wie viel bei der Firma als Gewinn bleibt und wie hoch Raabs Anteil ist. Beides ist nicht öffentlich.
Rückzug und Comeback: Wie sich das Geschäft veränderte
Im Juni 2015 kündigte Raab das Ende seiner Fernsehkarriere an, die letzte Ausgabe von „Schlag den Raab“ lief am 19. Dezember 2015. Der Abschied war ein Wirtschaftsthema: Börse-Online schrieb damals, der Rückzug belaste die Aktie von ProSiebenSat.1. Danach arbeitete er im Hintergrund weiter. 2018 verkaufte er die Brainpool-Anteile, gründete die Eventfirma Laheif GmbH und verantwortete laut Wikipedia unter anderem den „Free European Song Contest“ (2020) sowie das Revival von „TV total“ (ab 2021). Dass er 2024 mit Raab Entertainment zurückkehrte, bedeutete für ihn einen Wechsel von der Rolle des Angestellten im Konzern zu der des Unternehmers mit eigenem Risiko.
RTL-Wette: Chancen und Risiken
Das Wagnis zeigt sich an der Aufstellung: Ein Fünfjahresvertrag verpflichtet RTL, ein Mindestbudget zu liefern, schützt Raab aber nicht vor schwachen Quoten. Das Fachportal t-online sprach 2024 vom „riskantesten TV-Comeback des Jahres“. Als Beleg für Erfolg nennt Wikipedia für 2026 den Deutschen Fernsehpreis für „Wer weiß wie wann was war?“. Weniger glanzvoll lief der Eurovision Song Contest 2025: Das von Raab als Produzent und Juror begleitete Duo Abor & Tynna belegte in Basel Platz 15. Für die Vermögensbilanz zählt am Ende, ob die Firma über die Laufzeit Gewinne einfährt. Öffentlich einsehbar ist das nicht, was jede Schätzung zur Annäherung macht.
Wie belastbar sind die Schätzungen?
Wer die Zahl 120 Millionen Euro in mehreren Artikeln liest, sollte wissen, dass es sich nicht um unabhängige Bestätigungen handelt. inFranken verweist selbst auf das VermögenMagazin als Quelle, das Jahreseinkommen von rund fünf Millionen Euro wird dort mit „angeblich“ eingeschränkt. Als Fixpunkte bleiben der Brainpool-Verkauf mit etwa 9,5 Millionen Euro, der laut Berichten im Raum steht, die Eigentumsquote an Raab Entertainment von 90 Prozent und die Bandbreite der Vertragsvolumina. Alles andere ist Hochrechnung. Auch deshalb ist es korrekt, nur eine Größenordnung zu nennen: ein Vermögen im oberen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionenbereich, falls die Annahmen stimmen.
Vergleich der Schätzungen
| Quelle | Schätzung | Stand |
|---|---|---|
| VermögenMagazin | ca. 120 Mio. Euro | 28. Juli 2026 |
| inFranken (zitiert VermögenMagazin) | ca. 120 Mio. Euro | 3. April 2023 |
| VermögenMagazin (Jahreseinkommen) | ca. 5 Mio. Euro pro Jahr | 28. Juli 2026 |
Immobilien, Ausgaben, Einordnung
Belastbare Angaben zu Immobilien oder Beteiligungen außerhalb seiner Firmen gibt es nicht, deshalb verzichtet dieser Beitrag darauf. Seine Ausgaben liegen im Unternehmerischen: Mit Raab Entertainment hat er ein Risiko übernommen, das bei Quotenschwäche greifen kann, auch weil die Kosten von Shows hoch sind. Vergleichbare TV-Vermögen finden sich bei interview-heute.de, etwa beim Vermögen von Thomas Gottschalk, bei Otto Waalkes und beim Beitrag zu Elton, der jahrelang an Raabs Seite in „TV total“ auftrat.
Häufige Fragen
Wie viele Millionen hat Stefan Raab?
Schätzungen liegen bei rund 120 Millionen Euro. Eine Bestätigung von Raab gibt es nicht.
Hat Raab 90 Millionen Euro von RTL bekommen?
Nein, nicht persönlich. Die 90 Millionen Euro sind laut DWDL und TV Movie ein Produktionsbudget über fünf Jahre für Raab Entertainment.
Wie viel bekam Raab für seine Brainpool-Anteile?
Berichten zufolge rund 9,5 Millionen Euro im März 2018 für seine letzten Anteile. Banijay wurde dadurch größter Gesellschafter.
Was ist Raab Entertainment?
Die 2024 mit Daniel Rosemann gegründete Produktionsfirma, die laut VermögenMagazin zu 90 Prozent Raab gehört. Sie produziert Shows für RTL, darunter „Die Stefan Raab Show“ und „Wer weiß wie wann was war?“.
Hat Raab seine Karriere schon einmal beendet?
Ja. Im Juni 2015 kündigte er das Ende seiner Fernsehkarriere an, die letzte „Schlag den Raab“-Ausgabe lief am 19. Dezember 2015. 2024 kehrte er mit dem Boxkampf gegen Regina Halmich zurück.
Wer ist der reichste deutsche Entertainer?
Eine belastbare Rangliste gibt es nicht, weil die Vermögen nicht offengelegt sind. Die Schätzungen der Portale schwanken stark. Raab wird in den genannten Quellen mit rund 120 Millionen Euro geführt.
Womit verdient Raab heute Geld?
Vor allem über Raab Entertainment (90 Prozent), mit Shows für RTL wie „Die Stefan Raab Show“ und „Wer weiß wie wann was war?“. Dazu kommen Musik-Tantiemen und Formatrechte.
Wie viel verdiente Raab bei ProSieben?
Die Firma erhielt für fünf Jahre rund 185 Millionen Euro. Raabs persönliches Einkommen wird mit etwa 5 Millionen Euro im Jahr angegeben, nicht bestätigt.
Quellen
- VermögenMagazin: Stefan Raab Vermögen (28.07.2026)
- inFranken: Wie reich ist Stefan Raab? (03.04.2023)
- Promiflash: Brainpool-Verkauf (08.03.2018)
- Banijay: Mitteilung zu Brainpool (01.03.2018)
- TV Movie: Raabs RTL-Deal (03.09.2024)
- Wikipedia: Stefan Raab (deutsch)
- Wikipedia: Stefan Raab (englisch)
Alle Vermögensangaben sind Schätzungen und können abweichen. Zuletzt aktualisiert: November 2026.